Wahlprogramm 2016

“Gemeinsam mit den Bürgern unser Freigericht zukunftssicher gestalten“

Unter dieses Motto haben die UWG-Kandidaten ihre Arbeit gestellt, die sie in der kommenden Legislaturperiode in den Gemeindegremien zum Wohle der Freigerichter Mitbürgerinnen und Mitbürger leisten wollen.

Gemeinsam mit den Bürgern heißt: die UWG orientiert sich am Willen der Bürger! Die UWG holt sich Anregungen, orientiert sich an den Meinungen und Interessen der Bürger und versucht im Dialog mit ihnen einen Konsens herzustellen.

Die UWG bietet vor jeder Entscheidungsfindung allen interessierten Bürgern die Möglichkeit, mit ihren Mandatsträgern zu diskutieren, um so zur Meinungsbildung beizutragen.

Gemeinsam heißt aber auch, dass die UWG-Vertreter in den Gremien konstruktiv mit den Vertretern anderer Fraktionen zusammenarbeiten wollen. Parteiorientierte und ideologische Interessen bringen uns nicht weiter. Für die Arbeit der UWG gilt: „Miteinander statt gegeneinander“.

Freigericht zukunftssicher gestalten: Heißt, intelligente Lösungen erarbeiten, um die auf unsere Gemeinde zukommenden zukünftigen Herausforderungen meistern zu können, ohne die Bürgerinnen und Bürger über Gebühr zu belasten. Freigericht muss lebens- und liebenswert bleiben.

Die vor uns liegenden Hauptaufgaben werden die Bewältigung des Flüchtlingsstromes und die damit verbundenen Finanzprobleme sein. Hierzu bedarf es Ideen, Geld und bürgerschaftlichem Engagement.

Bis Ende März 2016 sind etwa 300 Asylsuchende in Freigericht unterzubringen. Die Gemeinde Freigericht muss in Zukunft einer unbekannten Zahl von Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung stellen. Wie sich diese Zahl im Laufe dieses und der nächsten Jahre erhöhen wird, weiß derzeit niemand, denn weder der Bund noch das Land sind imstande, verlässliche Daten zu nennen.

So liegt die Hauptlast dessen, was für die Unterbringung, Versorgung und Integration der Flüchtlinge getan werden muss, bei den Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürger. Die UWG dankt an dieser Stelle allen Helfern, hauptsächlich den ehrenamtlichen, die sich auch in Freigericht in vorbildlicher Weise der Not fremder Menschen widmen Das zeigt, dass es die Bürgerinnen und Bürger vor Ort sind, die die Ideen und die Tatkraft aufbringen, um diese Probleme zu bewältigen. Nochmals vielen Dank dafür.

Die große Politik, der Bund kommt seiner Aufgabe nur unzureichend nach, die Kommunen mit den notwendigen Finanzmitteln auszustatten. Die Gelder fließen viel zu langsam.

Folglich hat unser Bürgermeister mit seiner Verwaltung enorme Probleme, mit der gleichen Anzahl von Mitarbeitern, diese gewaltige Aufgabe zu bewältigen.

Die UWG sichert ihm ihre volle Unterstützung zu.

 


Verantwortungsbewusst handeln

Die Gemeinde Freigericht ist aufgrund ihrer Struktur in hohem Maße von den Einnahmen der Einkommensteuer abhängig. Deshalb sind wir bestrebt, möglichst vielen Bürgern Wohnsitz zu bieten und unsere Gemeinde für junge Familien attraktiv zu erhalten. Dies gelingt nur, wenn wir eine entsprechend interessante Infrastruktur anbieten können. Dazu gehören neben Verkehrsanbindungen, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, und Kindergärten auch Angebote für kulturelle und sportliche Aktivitäten.

Deshalb ist die UWG grundsätzlich für den Erhalt des Hallenbades. Es ist eine Aufgabe in der kommenden Legislaturperiode, die Ausgaben zu senken und die Einnahmen zu erhöhen.

Die UWG steht zum Ergebnis des Bürgerentscheides über die Golfplatzerweiterung. Wir werden dem Bürgerwillen gerecht werden. Dennoch stehen wir Plänen für die Bebauung auf Hof Trages mit einem Hotelgebäude offen gegenüber. Diese Maßnahme kann die Attraktivität der Gemeinde steigern und zu ihrer positiven Entwicklung beitragen.

Gestalten statt verhindern

Große Aufgaben stehen vor der Gemeinde Freigericht und wir müssen uns diesen stellen: die nach wie vor sehr schwierige Finanzlage, die Flüchtlingsproblematik, die politische Verdrossenheit vieler Bürger, all das müssen wir in einem guten Sinne bewältigen. Wir werden die Entwicklungspläne zum Wohle Freigerichts gemeinsam mit den Bürgern forcieren.

Wir stehen nicht für Populismus und Schönfärberei, sondern für Realismus und verantwortungsvolles, zukunftsorientiertes Handeln.

Die schwierige Finanzsituation der Kommunen, wesentlich von Bund, Land und Kreis verursacht, vorerst noch verschärft durch die ungewissen finanziellen Risiken durch die Flüchtlingsversorgung, zwingt die Freigerichter zu verantwortungsvollen, überlegten Entscheidungen, die keinesfalls zukünftige Generationen belasten dürfen.

Die UWG wird für eine bedachte und vorsichtige Haushaltsgestaltung stehen.

Für eine gute Zukunft braucht Freigericht die UWG.

Notwendiges tun, Überflüssiges vermeiden

In den kommenden Jahren werden die Freigerichter unsere Finanzschwäche zu spüren bekommen. Zu den extrem belastenden Haushaltsposten gehören Hallenbad und Kindergärten. Die Kosten um die Kindergärten können von uns nicht durch wesentliche Gebührenerhöhung ausgeglichen werden – dies würde unserer eigenen Zukunft schaden.

Wir benötigen Investitionen und Gewerbeansiedlungen, die uns neue Einnahmen generieren und Handlungsspielräume schaffen.

Wir werden alle Möglichkeiten sorgfältig prüfen und zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger entscheiden.

Vorausschauend handeln – UWG – Bürger für Bürger

Auf drängende Fragen müssen Antworten gefunden und Lösungen erarbeitet werden, die einzig dem Wohle der Gemeinde Freigericht dienen. Dies soll im Dialog mit den Bürgern geschehen. Deshalb werden wir in den kommenden Jahren wieder zu Freigerichter Bürgertreffs einladen, damit unsere Bürgerinnen und Bürger ihre Probleme vorbringen und ihre Wünsche und Ideen diskutieren können. Im Anschluss daran müssen fi nanzierbare Schritte entwickelt werden, um die gemeinsamen Vorhaben zu verwirklichen.


Themen, die wir angehen wollen:

Flüchtlingshilfe

– Unterstützung der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und der Verwaltung
– Bereitstellung notwendiger Geldmittel; Suche nach externen Sponsoren
– Unterstützung der Gemeinde bei der Wohnraumbeschaffung
– Bereitstellung notwendiger Integrationshilfen

Gebühren und Finanzen

– Kostenanalyse wenigstens der „teuren“ Haushaltsbereiche
– Kosteneinsparungen durch z.B. kommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden in den Bereichen Verwaltung und Eigenbetrieb

Sanierung von Brachflächen

– Kalksteinbruch in Altenmittlau
– Lederfabrik in Bernbach, ehemaliges Coca-Cola Gelände in Somborn

Erschließung von Neubau- und Gewerbegebieten

– Attraktivitätssteigerung der Gemeinde für junge Familien und Gewerbe
– Schließen von Baulücken und Erhalt der Lebendigkeit der Ortskerne
– Erschließung der Flächen Birkenhain, Geiersberg, alte Lederfabrik

Jugend

– Intensivierung der gemeindlichen Jugendarbeit
– Einrichtung regelmäßiger Jugendversammlungen
– Bessere Nutzung der Jugendräume, auch als allgemeine Jugendtreffpunkte
– Ausbau und Erhalt der Jugendplätze z.B. in Altenmittlau an der Freigerichthalle, in Somborn unterhalb der Kopernikusschule und Grundpflege des Bolzplatzes Gänsewald

Senioren

– Sicherung der Pflegeangebote
– Unterstützung der bestehenden vielfältigen Seniorenarbeit

Dem Bürger verpflichtet, deshalb Bürgerbeteiligung

– Regelmäßige Bürgertreffs zum thematischen Dialog, zur Entwicklung von Projekten mit Blick auf deren Verwirklichung, z.B. die anstehende Friedhofsgestaltung in Somborn
– Verwirklichung der Ergebnisse der „Bürgerarbeitsgemeinschaften“
– Die UWG ist Anwalt der Bürger – wir stehen zum Ergebnis des Bürgerentscheids zur Erweiterung des Golfplatzes

Wald und Umwelt

– Unser Wald soll in seiner ökologischen Vielfalt erhalten bleiben. Diese grüne Lunge des Freigerichts soll mit seinen weit angelegten Wegen unseren Bürgern zur Erholung zur Verfügung stehen und durch kluge Beförsterung wirtschaftlich Gewinn erzeugen.
– Wir setzen uns für eine schonende Wald- und Landbewirtschaftung ein.

Kultur

– Wir werden kulturelle Initiativen unterstützen: Bewährte Sport- und -Kulturangebote sollen in ihre Selbstständigkeit geführt, Vereine unterstützt und europäische Kontakte gefördert werden